Hinweis

Auf dieser Website habe ich meine Erfahrungen mit einem auf Autogas (LPG) umgerüsteten Citroën Berlingo beschrieben.

Dieses Auto bin ich von 2010 – 2014 gefahren.

Inzwischen habe ich dem Verbrennungsmotor als Antriebskonzept den Rücken gekehrt
und fahre seit November 2013 ein 100%-Elektroauto.

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Mit Autogas fahren - Citroën Berlingo VTi 120

Mit Autogas (LPG) umweltfreundlich fahren und sparen!

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Praxiserfahrungen

Stand: 22.11.2013

Nach nunmehr 59.000 gefahrenen Kilometern – davon ca. 50.000 km mit Autogas – ist es Zeit für ein erstes Resümee und einen Vergleich mit dem vorher von uns gefahrenen Fiat Multipla BiPower (Erdgas).

1. Das Fahrzeug

Der Berlingo in der VTi 120 Multispace Exclusive Ausführung fährt sich angenehm bequem, auch auf längeren Strecken dank Tempomat sehr entspannt und bleibt in normalen Geschwindigkeitsbereichen (< 130 km/h) relativ leise.

Die sehr niedrige Ladebordkante erleichtert den Transport schwerer Dinge ungemein und ist für unsere Hündin beim Ein- und Aussteigen sehr gelenkschonend.

Die 1,6 Tonnen Fahrzeugmasse werden von den 120 PS (88,26 KW) des VTi-Motors im Flachland zügig bewegt; in den Bergen (Alpen) wünsche ich mir gelegentlich etwas mehr Antriebskraft… aber da kann's ja nie genug sein.

Das Fahrwerk des Berlingo ist deutlich weicher als das vom Fiat Multipla, den wir vorher gefahren sind. Allerdings neigt das Heck bei nicht rechtzeitig gesehenen Schlaglöchern oder Bodenwellen schon mal zum Schlenkern.

2. Autogas tanken

Autogastankstellen gibt es in Deutschland derzeit (Juni 2013) deutlich mehr als Erdgastankstellen. Deshalb müssen wir bei längeren Strecken keine Spezialrouten mehr planen, sondern können einfach drauflos fahren und darauf vertrauen, dass sich rechtzeitig eine LPG-Tanke findet. Dass mit Autogas (wegen der Verflüssigung des Kraftstoffs im Tank) auch die Reichweite größer ist als mit Erdgas, entspannt die Lage zusätzlich. 500 km mit einer Tankfüllung LPG sind immer mindestens drin.

Wir haben leider bislang keine Möglichkeit gefunden, Autogastankstellen in das Bord-Navi einzupflegen. Aber nun, wozu gibt's Smartphones…

Das eigentliche Tanken von Autogas (LPG) ist unkompliziert und geht fast genau so schnell wie Benzin zu tanken. Was allerdings bei Autogaszapfsäulen nervt, ist die Notwendigkeit, während des gesamten Tankvorgangs einen Knopf an der Zapfsäule gedrückt zu halten. Dieser befindet sich meist behindertengerecht in einer Höhe, die Nicht-Behinderte zu einer ziemlich anstrengenden gebeugten Körperhaltung zwingt. Leute, was soll das denn? Bei Erdgastankstellen braucht man das doch auch nicht, und beide schalten zuverlässig automatisch ab, wenn der Tank voll ist. Das Knopfdrücken bei LPG scheint mir technisch obsolet.

Überraschungen gibt es hin und wieder bei der Preisentwicklung für Autogas. Hier finden durchaus auch mal deutliche Preissenkungen statt, z.B. im Raum Hannover von 0,85 €/l 2012 zu 0,69 €/l im Juni 2013.

3. Probleme

Ein in unregelmäßigen Abständen auftretendes Phänomen ist inzwischen behoben:

Nach Kaltstart und ca. 1 km Fahrt ist der Motor warm genug, dass sich die Kraftstoffversorgung von Benzin auf Autogas umstellt (der Wagen startet grundsätzlich immer mit Benzin). Dann, nach ca. einem weiteren Kilometer Fahrt auf Gas – die Motortemparatur liegt bei etwa 70°C – gab es manchmal einen kurzen Aussetzer und innerhalb der nächsten halben Minute präsentierte der Bordcomputer mit lautem Piep die unschöne Meldung „Abgassystem defekt“. Gleichzeitig leuchtete die Motorsteuerungs-Kontrollampe im Tacho auf.

Als Ursache stellte sich ein undicht gewordenes Gaseinspritzventil heraus, durch das unverbranntes Gas in den Abgastrakt gelangte.

Das Ventil wurde getauscht.